Re: Sometimes Butler, Sometimes Lover
von ren » Sa 6. Aug 2022, 13:03
Faelen Windsor/Caleb Windsor
"Mhhmm.. fies, ich wurde damals nicht mit einer Blume empfangen, da muss ich mich bei Caleb morgen gleich beschweren ~" - "Hey, um fair zu bleiben, würden wir JEDEM Blumen schenken, bräuchten wir ein ganzes Gewächshaus statt nur einen Garten..", versuchte Faelen es mit einem kleinen Scherz zu erwidern. Auch.. im Versuch nicht ertappt auszusehen, weil er wirklich sich sicher gefühlt hatte damit, das er eben meinte, es wäre eben.. eine Art Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.. aber da hatte er wohl nicht mit Jacob gerechnet, als er zuerst doch sehr verständlich für den Jungen sehr sachlich beinahe über die Dahlien antwortete, was er gerade abnickte und.. auch antworten wollte.. aber nur ein "Mh?" aus seinem Mund kam, als Jacob ihm seine Hand aus dem Haar nahm und ihn fragend zwischen ihm und den Spiegel hin und her sehen ließ.
"Sie sind ein Symbol für Glück und Gesundheit..." - "Ah-.. Okay.." - "..und Liebe~" BADUMM "O-Oh- Das- I-Ist.. das so..?!.. I- Uhm- D-Dann vielleicht doch eine andere..?"
Natürlich sah man, wie er etwas errötete. Natürlich.. versuchte er es nicht zuzugeben, als er einen Moment sich verspannte, weil er wusste... auch.. auch wenn Jacob etwas anderes sagte, wusste Faelen, dass er es nicht sagen durfte. Und dass.. er es dürfte, wenn er eben nicht.. ER wäre.. und er.. hasste es. Er hasste so viele Seiten davon zu dieser 'Oberschicht' zu gehören, aber am Meisten die, die ihn so einsam fühlen ließen, obwohl jemand genau neben ihm stand. Obwohl jemand seinen Kopf auf seiner Schulter ablegte und.. obwohl Faelen durch den Spiegel nur zur Seite sah, aber ihn nicht wegdrückte. Er hasste die Seiten, die ihm vorsagten, was er zu tun und zu lassen hatte, ob er sich öffnen durfte, WEM er sich öffnen durfte..!.. Dass er überhaupt.. sowas wie einen Freund zumindest hier im Haus gefunden hatte, war ein Wunder.. auch wenn dieser genauso bezahlt wurde, wie jeder andere hier. Aber Faelen hatte gelernt, dass er auch ihm.. sowas.. was die Familie anscheinend schlecht darstellen ließ.. nicht sagen durfte. Obwohl - pff - ironischer Weise es Faelen sicher geholfen hätte sich eher seiner Familie zu outen, wenn er eben mit.. IRGENDWEM darüber hätte sprechen können! Zum Beispiel mit seinem BRUDER, der AUCH mit Männern verkehrte, aber nach wie vor.. kein Wort sagte. Selbst jetzt nicht, wo Faelen Ryan bekam..
"Du bist aufgeregt wegen morgen, mhm?" - ".......E... Ein.. wenig.."
Und Jacob würde.. definitiv verstehen, wieso, wenn Faelen es ihm sagen dürfte. Morgen kam die Person offiziell ins Haus, deren.. Teiljob wäre, Faelen bei seinen ersten intimen Malen mit einem Menschen zu begleiten und das hieß: NATÜRLICH fuhr Faelen auf ihn ab!.. Das war irgendwie ein Einstellungskriterium!.. Aber ja, auch natürlich war er aufgeregt, ohne Ende, weil er nicht wusste.. WANN sie.. wie sie- w-wie SCHNELL sie.. miteinander.. W-Wie fing man sowas denn überhaupt an?! Er konnte doch nicht einfach irgendein Tag sagen 'Schlafen Sie mit mir' wie ein Befehl!.. Also er KONNTE, aber... u-ugh- er wollte sich ja auch.. gut fühlen.. und fühlen, als wenn er es wollte.. und das Gefühl kam definitiv nicht, wenn er es ihm befiel ohne Stimmung ohne gar nichts.....
".... Mach dir nicht zu viele Gedanken. Wenn er bereit ist so schnell hier an zu fangen ist das doch ein gutes Zeichen. Ich bin mir sicher, dass es ihm hier gefallen wird und solange du nicht vor ihm weg läufst und dich versteckst wie bei dem einen Butler damals sollte alles gut gehen."
Schmunzelnd sah Faelen von der Seite zum Spiegel und von dem direkt zu seiner Schulter zu Jacob mit einem definitiv nicht entschuldigendem "Er hat angefangen... und außerdem bin ich jetzt älter." - auch wenn es.. was? Vielleicht 2 Jahre erst her war? Er war nicht VIEL älter, aber- Er erstickte eben einfach manchmal zwischen all.. diesen Dingen. All diesen Regeln und Vorgaben und dieser falschen Höflichkeit. Und dann wusste er, wenn er eben mal etwas Freiheit wollte.. dass er sie am Ehesten bei Jacob bekam.
..No wonder, das er in ihn verknallt gewesen war, huh?
"Also... Soll ich dir bei noch was helfen? Oder war es das soweit? Du weißt, du kannst immer zu mir kommen..." - "..Ich-" - "Solange sich Caleb nicht aufregt versteht sich, hehe~" - "..Richtig, ich.. weiß.." - "Wobei wir das vielleicht nie ganz vermeiden können~"
Jacob verstand sicher gar nicht, wie weh das hinter Faelens zurückhaltendem Lächeln tat, das er sich förmlich antrainiert hatte um immer höflich zu bleiben. Er wusste ehrlich gesagt.. selbst nicht immer, ob Jacob meinte, was er sagte, oder nicht. Er wusste, dass Jacob schon zu viel für ihn getan hatte, auch WENN es Caleb aufgeregt hatte. Das Verstecken zum Beispiel! Oder auch, dass er seinen Praktikanten herumstreunen ließ um bei Faelen zu sein gerade! Aber gleichzeitig hatte Faelen immer im Kopf, dass ihre Freundschaft dort aufhörte, wo Calebs Autorität anfing. Faelen wusste ja nichts von Jacob und seinem Bruder.. Er wusste, sie verstanden sich, aber JEDER verstand sich mit Jacob! Aber so.. wusste Faelen auch nicht.. ob nicht Jacob schrecklich viele Probleme mit ihm bekäme, wenn er ihm so etwas sagte, wie.. das er Männer mochte. Es- Es war so blöd, in seinem Kopf war es nur eine kleine Sache! Beinahe irrelevant, aber Caleb und seine Eltern hatten ihm gut genug eingetrichtert, dass das.. eben.. in ihrem Stand.. einfach nicht GING. Dass sie sich.. so einen Fauxpas, für den er nichts konnte, nicht leisten konnten. Dass man ihn durch den Dreck ziehen würde, nur weil er nicht von einer Frau gehalten werden wollte. Dass er.. akzeptieren musste, dass sein Leben und seine Gefühle hinter verschlossenen Türen vorzugehen hatte. Ohne Wenn und Aber... Und deshalb zuckte er nur etwas leise lachend mit den Schultern, während er sich von Jacob löste und die Sachen auf seinem Bett zumindest anfing ein wenig zusammen zu legen.
"Du hast schon.. genug geholfen, vielen Dank. Kein Grund Caleb heute aufzuregen, denke ich. Geh lieber zurück.. Nicht, dass er es sich noch anders überlegt und dir deinen Praktikanten wieder wegnimmt, weil du bei mir bist und nicht bei deiner Arbeit.."
Und.. ja.. offen beschloss sich nicht so weit zu öffnen, wie er könnte. Wie.. wohl immer.. aber.. das war wohl einfach sein Los im Leben. Aber.. mir Ryan.. würde es anders sein. Bestimmt.. Auch wenn er wusste, dass es idiotisch wäre, sich in ihn zu verlieben -das sagte Ryan ja selbst-, es wäre.. anders. Es wäre offener. Er könnte.. sich zumindest einreden.. dass er sich weniger verstecken musste vor ihm.. Zumal er das mit seiner Sexualität ja schon WUSSTE, also-.... ja..
Und das Klopfen an der Tür mit dem "Ihr Frühstück, Mister Windsor." beendete ihre Interaktion auch, als er nur mit einem "Stellen Sie es vor die Tür, ich hole es mir gleich, vielen Dank." sie wegschickte, damit zumindest niemand sah, wie Jacob sein Zimmer verlassen würde, dem er nur noch einmal kurz zunickte. Das Gespräch war beendet, auch wenn.. er es.. gerne einfach IRGENDWEM sagen würde. Gerne mit IRGENDWEM darüber sprechen würde. Gerade nachdem.. das Gespräch darüber im Irrgarten mit Ryan so gut getan hatte, weil es gut tat einfach einmal zu sagen, wie schlecht er sich wirklich damit gefühlt hatte, dass er sich zu Jungs hingezogen gefühlt hatte und es verdrängen musste. Überspielen musste. Es kam.. der Vorstellung in seinem Kopf ziemlich nahe einfach ein Mal irgendwo.. alleine zu sein und einfach aus ganzer Kehle zu schreien, bevor er platzte. Was er - wow - definitiv wollte. Er würde wohl nie verstehen, wie Caleb das alles so.. leicht hinnahm. Zumal er nicht wusste, dass Caleb selbst solche Neigungen versteckte! Aber er...
Er hatte einfach andere Prioritäten. Während Caleb sich sehr damit identifizieren konnte mit dem Wert aufzuwachsen 'Ansehen der Familie über alles', hatte Faelen es je älter er wurde als einzige Fessel wahrgenommen. Als Buch voller Verbote, die es ihm verhinderten das Leben kennenzulernen - während Caleb es als Wegweiser nutzte und sich in dieser strikten Umgebung auch einfach sehr sicher fühlte. Alles war geplant, nichts zufällig - und was auch immer er verpasste, vermisste er nicht. -Haha- So lange.. bis eben einer seiner kleinen Flirts schief ging und in dem endete, was er gerade mit Jacob hatte. Jacob: Wohl die einzige 'verbotene Sache', von der Caleb einfach los kam. So auch heute, als er einen kleinen Abstecher machte am Mitarbeiterraum um zwei kleine Karten in Jacobs Spind schummelte, bevor er eben in Richtung Küche ging um selbst nachzusehen, was es war, das sein Frühstück -und damit den gesamten Zeitplan- verzögerte. Jetzt, wo sie.. eben wieder.. 'SIE' waren... verfiel Caleb ungeahnt schnell in alte Muster, obwohl er wusste, dass es falsch war und bemühte sich um kleine Präsente für seine Affaire.
In diesem Fall zwei Karten für.. ja, gut, eine Messe für exotische Pflanzen. Nichts wirklich romantisches, ABER Jacob sollte mittlerweile wissen, dass wenn Caleb ihn zu so einer Messe einlud - so.. als Gärtner.. - sie danach auch noch schön essen gingen zusammen. Und wenn sie zu lange in der Messe blieben.. sie vielleicht auch eine Nacht in einem Hotel übernachten würden.. natürlich mit getrennten Zimmern, aber wen interessierte schon, ob beide Zimmer genutzt wurden, oder nicht letztendlich? Das war eben Calebs Art von.. kleinen Ausflügen, die er möglich machte im Rahmen der Außenwelt.
..Und kaum zwei Sekunden später:
"E-Er hat WAS?! Wieso war er denn überhaupt-?!" - "Mister Rogers hat sich schon darum gekümmert, dass er es sauber macht." - "..Hat.. er das..?"
Zwei Sekunden später war er eben wieder ganz Caleb, das Gesicht kurzzeitig völlig verlierend darin zu hören, wie Oliver für Chaos früh am Morgen sorgte, aber.. Rogers sich -wie versprochen- dem schon angenommen hatte. Und wenn er Oliver gezwungen hatte, seine Unordnung selbst aufzuräumen, dann.. lernte er sicher auch daraus zukünftig.
.......Hoffte er.
"....Na gut.. Gehen Sie zurück an die Arbeit." - "Ja, Sir.."