Tetsuya Matzumo / Ryouta Tanaka
Sie... meinten es ernst.Das wurde Ryo klar, der langsam seine Schuhe auszog und dann von Hiro mit ins Wohnzimmer gezogen wurde, wo Tetsu nur sanft schmunzeln konnte weil sein Freund ihn in diesem kleinenScherz unterstützte.
,,Du... warst wegen mir traurig?" Fragte Ryo aber natürlich sofort nach, während Tetsu sich darum kümmerte ihnen allen eine Portion Nudeln auf die Teller zu machen.
"Du freust dich doch.. wenn wir zusammen duschen, oder nicht, Wolki..? Immerhin.. hast du ja nicht viel Zeit.. wegen Kylo.. und hattest keine Zeit für mich, aber für.. Training.. und Hotomi.." - "*Hideki." - "..Hideki..... Ihr wart zusammen im Park hat er erzählt.. aber du bist nicht vorbei gekommen.." - ,,... Ohh.. deswegen warst du traurig?Ihr habt die beiden wohl auch noch im Park getroffen?" - ,,Das... ist eine lange Geschichte.Fakt ist das Ju ziemlich traurig war als Hideki ihm sagte das du schon weg bist." Und Ryo... wusste gar nicht, dass er Tetsu damit so kränkte. Wie sollte er es auch wissen? Tetsu war... toll, keine Frage! Aber eben auch... etwas.. besonders was seine Gefühle, Bedürfnisse und... wohl einfach alles anging. Und Ryo musste wohl noch lernen damit um zu gehen.
So nahm der große Mann nur die Hände des kleineren in seine, sah ihn mit einem sanften Lächeln an. ,,Tut mir leid das ich nicht vorbei gekommen bin... es war auch nicht geplant das ich Hideki treffe, ich wollte nur mit Kylo noch einmal schnell raus gehen bevor ich zum training muss. Es war nicht so das ich nicht zu dir wollte... ich hatte einfach nicht die Zeit, weißt du? Ich... kann dir gern sagen wie oft in der Woche ich zum Training muss damit du weißt an welchen Tagen ich Zeit habe, mhm? Würde dir das gefallen?"- ,,Wir könnten es in unseren Kalender eintragen Ju, dass wäre doch schön oder? Dann weißt du immer wenn Ryo Zeit hat." - ,,Und ich sage dir auch bescheid wenn ich mal keine habe, mhm? Ich... habe einen Job der mich sehr vereinnahmt Ju. Ich kann nicht immer bei dir sein oder zu dir kommen, aber ich verspreche, ich werde es so oft versuchen wie ich kann. Klingt das gut?" Wahrscheinlich... nicht. Denn Ju wollte wahrscheinlich genau das: Das Ryo immer bei ihm war. Aber das war... eben nicht möglich. ,,Na los, esst jetzt was, sonst wird es wirklich noch kalt!"
Und so... aßen sie. Sie Aßen und Ryo kümmerte sich vor allem darum das Ju aß, fütterte ihn auch gern etwas und wischte seinen Mund ab wenn etwas Soße auf seine Wangen kam und Tetsu... naja. Tetsu... kannte das nicht, dasss sich jemand anders so intensiv um Ju kümmerte. Es gab immer nur sie beiden, aber... wenn Ryo jetzt da war dann... konnte Tetsu ja auch das... nutzen, oder?... Ob Ryo mal... auf ihn aufpassen würde?So nur für ein... paar Stunden in denen er mit Hiro... allein... sein... könnte..?
,,Das Bad ist gleich neben Jus Zimmer, viel Spaß euch!~" - ,,...Halt ihr... meintet das ernst?" Ryo hackte lieber noch einmal nach, als Tetsu alle Teller zusammen stellte und in die Küche zur Spüle brachte, dabei selbst nur etwas lachen könnend und... naja. Er war sich sicher, dass Ju den Rest übernahm und Ryo ins Bad mit nahm zum duschen, immer hin kannte er das prozedere ja schon. Tetsu war eigentlich immer dabei wenn Ju sich duschte- Ju aber beinahe nie wenn Tetsu es tat, einfach weil, naja........ Tetsu war noch immer nicht wirklich gut darin seinen Körper anderen zu zeigen. Das er bei 25 Grad einen Rollkragenpullover trug hatte nichts damit zutun das er Stylisch aussehen wollte, okey?
Ryo gab sich seinem Schicksal also hin und verschwand mit Ju im Bad, dort nur... noch einmal SEHR prüfend seinen Freund ansehen. ,,Und du... willst wirklich mit mir zusammen duschen? Ich mein-... Ich hab nichts dagegen, ich dusche ja auch mit den Jungs vom Training zusammen, es ist nur-"..... Ju war keiner der Jungs vom training.Ju war... Ju. Und alleine der Gedanke sich vor ihm nackt aus zu ziehen, wenn sie sich noch nicht einmal geküsst hatte war... zugegeben... komisch. ,,Ich will nur sicher gehen das du dich dabei auch wohl fühlst, ich meine... es ist ja schon eine ziemlich.. intime Sache. Ich will nur nicht, dass du dich unwohl fühlst, Ju..." Beim erklären legte Ryo sanft seine Hände etwas an die Wangen des jungen Mannes um sicher zu gehen, dass das hier eben wirklich okey war.
Fürs Protokoll: Wüsste er, dass Ju unter Drogen stand... würde er niemals mit ihm so etwas tun. Weil er dann NIE davon ausgehen würde, dass Ju irgendwas von dem hier wollte. Er könnte nur daran denken das... eben die Drogen ihn das machen lassen.
Naja und Tetsu war vielleicht etwas zu unvorsichtig das ganze einfach geschehen zu lassen, aber... ganz ehrlich? Er kümmert sich immer um Ju. Jeden Tag. Und Ryo schien ihm ein sehr netter Mann zu sein, er hat jetzt schon mehrfach bewiesen das man ihm trauen konnte und... Tetsu wollte es... eben nutzen um mit Hiro alleine zu sein. ,,Lass den Rest stehen, ich räum das später weg, komm mit! Ich will dir das Album zeigen!" Hiro landete wie so oft an diesem Tag an Tetsus Hand, welcher ihn einfach in sein Zimmer zog, wo sich Tetsu mit Hiro kurzerhand auf sein Bett setzte und das große Fotoalbum unter eben diesem hervor holte. ,,Die Polizei hat ein paar meiner Sachen konfestieren können als sie meinen Vater festgenommen haben... Mein Bruder lebt wohl noch in dem alten Haus, aber alles was noch dort ist von mir hat er sicherlich schon verbrannt oder sowas, umso froher bin ich... das hier noch zu haben." Tetsu setzte sich sehr nah an seinen Freund, das Album auf ihrer beider Beine einfach legend und die erste Seite aufschlagend mit.... einem Familienfoto. Das auch Tetsu einen Moment einfach.... schlucken ließ zugegeben. ,,Die beiden... werden oft hier drinnen sein. Mama... wollte mit mir damals verschwinden, aber sie... starb bevor wir gehen konnten. Mein Dad hat das immer auf mich geschoben weil... sie eben lieber uns allen essen gekauft hat statt früher zu einem Arzt zu gehen. Wir hatten wegen Vaters Sucht nie viel Geld, weißt du?" Es war wohl nur schrecklich offensichtlich wie er nur dank der Therapie jetzt so offen darüber sprechen konnte. Früher... hätte er dieses Buch nicht einmal angefasst außer auf den Seiten auf denen seine Mutter zu sehen war, eben wie... die nächsten die kamen. ,,Es gibt viele Bilder mit mir und Mama. Vor allem mein Bruder hat mich gehasst weil ich ihr so ähnlich sehe.Früher habe ich es nicht gesehen aber... heute..." Womit sein Blick in den Spiegel ging der ihnen beiden gegenüber hing. ,,... Heute sehe ich es irgendwo. Ich will nichts was die beiden getan haben verallgemeinern aber... vielleicht tat es auch einfach nur weh mich an zu sehen. Ich meine-... Stell dir vor du verlierst jemanden und... musst das Gesicht dieser Person immer in jemand anderen sehen?... Das ist... schmerzhaft. Und langsam.. verstehe ich auch ihren Schmerz." ... ,,Was natürlich nicht heißt das ich irgendetwas von dem was sie getan haben verzeihe." Tetsus Blick ging wieder hinunter, einfach ein wenig weiter in dem Album blätternd. ,,Die Leute im Krankenhaus meinten das ich nur heilen kann wenn ich auch verzeihe, aber... ich kann ihnen nicht verzeihen. Ich werde keinen von ihnen beiden je wieder normal ansehen können, weil mir viel zu spät erst klar wurde wie... schlimm das ganze eigentlich war. Früher war das... normal für mich.. und jetzt frag ich mich nur was mit ihnen falsch war das sie sowas getan hatten." Die Bilder zeigten offen wie glücklich Tetsu mit seiner Mutter war und wie... ungern er Fotos vor allem alleine mit seinem Vater hatte. Die Bilder zeigten wie Tetsu und seine Mutter eben ein Team waren und seinvater und sein Bruder das andere. Tetsu... gehörte nie zu den anderen beiden Männer. Und er wollte es auch nie, wenn er ehrlich war.
Er überblätterte einige der Bilder recht schnell, vor allem die bei denen man eben sehr deutlich die blauen Flecken oder andere Wunden sah, die Tetsu natürlich sofort erkannte, bis sie eben zu dem letzten Bild kamen das... Tetsu und seine Mom zeigte. ,,Das war das letzte Bild mit ihr.Sie starb 3 Tage später an.. was auch immer. Ich kann es dir nicht mal sagen, ich war noch ziemlich jung und sie... hat es mir nie gesagt. Niemand hat mir je gesagt woran sie wirklich gestorben ist oder was sie mit ihrem Körper gemacht haben, sie ist... eben einfach tot gewese." War es erschreckend wie beinahe taub er von dieser ganzen Sache sprach? Für einige war es das sicher aber... für Tetsuya... war es einfach befreiend auch mal überhaupt darüber zu sprechen.
,,Es... tut mir leid, dass ganze hier ist sicher total deprimierend, haha..." Lachte er ehr nüchtern auf als alles andere, seinen Blick dann von dem Buch zu Hiro rich-.... tend und... da wurde ihm erst klar wie... nah... sie sich wieder waren. Wie er ihm wirklich direkt in die Augen sah, nur ein Stück von seinem Gesicht entfernt, seinen... Atem beinahe spüren könnend. Es war.. irgendwie so süß wie... Tetsu so zu ihm auf sah under nur merkte wie viel größer Hiro eben wirklich war. ,,... Es ist... echt egal wie lange wir uns nicht gesehen haben... oder wie viel größer ich bin, du... bist noch immer ein Riese." Das nächste Lachen war einfach wesentlich ehrlicher, wesentlich echter, als er das Album langsam zur Seite legte und sich noch etwas zu Hiro drehte, den Blick dabei nicht von ihm lassend. ,,Und es... ist auch egal was... andere sagen... Ich hab das Gefühl dir irgendwie... immer nahe gewesen zu sein. Die ganze... Zeit über... und wenn es nur durch diese... Briefe eben war... Ich war... dir irgendwie... immer nah..." Und während des sprechens kam er ihm nur... noch näher. Und spürte wie sein Herz immer schneller und schneller gegen seine Brust klopfte, wie damals, als er Hiro.. eben das erste mal so nah kam. Nur war das hier... anders.
Er selbst war... anders... und er hoffte einfach, dass er nicht einen unglaublichen Fehler in diesem Moment machte. Aber er hoffte auch Hiro würde ihn aufhalten falls er was tat was... er eben nicht wollte. So legte Tetsu eine seiner Hände auf Hiros... die andere an dessen Wange und...,,Ich mag dich noch immer, Hiro-Chan."
*BADUMM BADUMM BADUMM BADUMM BADUMM* Und tat das was... er damals schon tun wollte und... von der Sekunde an, als er Hiro wieder sah und... küsste ihn. Sehr sanft, zurückhaltend, aber er.. tat es... und glaubte selbst kaum, wie unglaublich schnell und hoch sein Herz in diesem Moment vor Freunde sprang. Freude die... er so... wirklich noch nie empfunden hatte... und von der er hoffte, dass sie so schnell nicht wieder gehen würde.
... Oh man...
